Facharzt für Urologie · Inkontinenz · Krebsvorsorge
In der Hönnebecke 80
44869 Bochum

Telefon: (02327) 1 85 44
Fax: (02327) 32 49 59
E-Mail: rix.holger@web.de


So erreichen Sie uns:

  • S-Bahnhof Höntrup
  • Parkplätze am Haus
  • Buslinien 365, 389 und 390
  • S-Bahnlinie S1
  • Ärztehaus ist barrierefrei
  • Behindertentoilette im Haus


Wir wünschen Ihnen eine angenehme Anfahrt und freuen uns auf Ihren Besuch.




Unsere Sprechzeiten

Montag
08:00 bis 12:00 Uhr
14:00 bis 17:00 Uhr

Dienstag
08:00 bis 12:00 Uhr
14:00 bis 17:00 Uhr

Mittwoch
08:00 bis 12:00 Uhr

Donnerstag
08:00 bis 12:00 Uhr
15:00 bis 18:00 Uhr

Freitag
08:00 bis 12:00 Uhr

Gesundheitsnews





Wechseljahre betreffen auch die Augen
Wechseljahre betreffen auch die Augen


Hormonumstellung führt bei vielen Frauen zum „Trockenen Auge“

Im fünften und sechsten Lebensjahrzehnt ändert sich das Leben jeder Frau: Die Wechseljahre mit ihrer Umstellung des Hormonhaushalts können sich vielfältig auswirken. Neben bekannten Folgen wie Schlafstörungen und Hitzewallungen betreffen die Auswirkungen oft auch die Augen: Zwei von drei Frauen haben in den Wechseljahren Probleme mit trockenen Augen. Prof. Dr. Gerd Geerling, Leiter des Ressorts Trockenes Auge im Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V., gibt Tipps, was zu tun ist.

Auf der Augenoberfläche bekommen Frauen während der Wechseljahre den Rückgang der Androgene und Östrogene zu spüren. Vor allem ein Androgenmangel führt zu einer nachlassenden Aktivität der Meibomdrüsen, führt Prof Geerling aus. Diese Drüsen sitzen in den Lidrändern und produzieren ein fetthaltiges Sekret, das wichtig für die Stabilität des Tränenfilms ist. Es bildet die oberste von drei Phasen des Tränenfilms und schützt den darunter liegenden wässrigen Anteil vor zu schneller Verdunstung. Wenn nicht genug Meibomdrüsen-Sekret zur Verfügung steht, verdunsten die Tränen rasch, der Tränenfilm deckt das Auge nicht mehr dauerhaft ab und die empfindliche Oberfläche wird gereizt.

Die Folge: das Auge brennt, es fühlt sich an, als wären Fremdkörper wie feine Sandkörnchen im Auge. Man wird lichtscheu und die Sehschärfe kann leiden. Die Schädigung der Hornhaut kann bis zu einer ernsten Entzündung führen.
Weitere Ursachen für das Trockene Auge

Dabei können noch weitere Ursachen an der Entstehung des Trockenen Auges beteiligt sein. So können Nebenwirkungen von Medikamenten, die in der zweiten Lebenshälfte häufig eingenommen werden, die Beschwerden verstärken. Dazu gehören beispielsweise Blutdrucksenker, Anti-Depressiva oder Chemotherapeutika. Auch eine Hormonersatztherapie kann dafür sorgen, dass die Augen sich trocken anfühlen. Zudem verbringen immer mehr Menschen immer mehr Zeit vor einem Bildschirm. Das beständige Starren auf Laptop, Tablet und Co. sorgt dafür, dass man seltener blinzelt und damit den Tränenfilm nicht mehr so gut auf dem Auge verteilt.
Individuell verschiedene Behandlung

Bei einer augenärztlichen Untersuchung lässt sich abklären, welche Ursachen beim Trockenen Auge individuell im Vordergrund stehen. Die Behandlung richtet sich dann nach den Ursachen und nach der Schwere der Erkrankung. Je nachdem, wie ausgeprägt die Beschwerden sind, helfen Tränenersatzmittel, die als Augentropfen, Sprays oder Gele zur Verfügung stehen. Sollte eine nachlassende Funktion der Meibom-Drüsen vorliegen, dann hilft eine regelmäßige sanfte Reinigung und Massage der Lidkanten: Die Anwendung warmer Auflagen trägt zunächst dazu bei, dass das Sekret flüssiger wird. Dann streicht man die Lider mit einem sauberen Wattestäbchen zur Lidkante hin sanft aus.

Weitere Empfehlungen, die sich allerdings nicht nur an Frauen in den Wechseljahren richten, sondern an alle Menschen, die unter trockenen Augen leiden: Gerade bei der Bildschirmarbeit sollte man bewusst häufig blinzeln, damit der Tränenfilm immer wieder gleichmäßig auf der Augenoberfläche verteilt wird. Man sollte auf eine ausreichende Trinkmenge achten und (auch) den Augen regelmäßig frische Luft gönnen.

In schweren Fällen führt das Trockene Auge zu einer ernsthaften Entzündung der Augenoberfläche, die aber auch wirksam mit Medikamenten behandelt werden kann.

„Frauen in den Wechseljahren sind häufig vom Trockenen Auge betroffen“, fasst Prof. Geerling zusammen. „Die Beschwerden können die Lebensqualität mitunter stark beeinträchtigen. Die Betroffenen sollten nicht zögern, sich in einer Augenarztpraxis untersuchen zu lassen. Hier lässt sich klären, ob genügend Tränenflüssigkeit gebildet wird, wie lange der Tränenfilm stabil ist und ob die Augenoberfläche entzündet ist. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen ergibt sich dann die individuell passende Therapie.“




G-BA stimmt gegen Verbesserung in der psychotherapeutischen Versorgung
G-BA stimmt gegen Verbesserung in der psychotherapeutischen Versorgung


G-BA stimmt gegen Verbesserung in der psychotherapeutischen Versorgung

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 15. September 2022 erneut eine Erhöhung der Minutenwerte für die Psychotherapie im stationären Bereich in der Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik-Richtlinie (PPP-RL) abgelehnt.

Dazu erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt: „Die Psychotherapie ist eine sehr bedeutsame Behandlungsmethode, deren personeller Aufwand in der aktuellen PPP-RL nicht adäquat abgebildet ist. Für eine qualitativ gute Versorgung unserer Patientinnen und Patienten benötigen wir dringend mehr Behandlungszeit.“

Gemeinsam mit der Patientenvertretung und der Bundespsychotherapeutenkammer habe die Bundesärztekammer einen gut begründeten Vorschlag für die Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung vorgelegt. Die Organisationen fordern darin ausreichende therapeutische Zeit, um in den Kliniken eine regelmäßige psychotherapeutische Behandlung an mindestens vier Tagen in der Woche für alle Patientinnen und Patienten sicherzustellen, die diese benötigen.

Das Sozialgesetzbuch sieht vor, dass der Gemeinsame Bundesausschuss eine „Anpassung der Mindestvorgaben“ vornimmt, um „die Psychotherapie entsprechend ihrer Bedeutung in der Versorgung psychisch und psychosomatisch Erkrankter“ abzubilden. Auch die Regierungsparteien wollen gemäß ihres Koalitionsvertrages für eine leitliniengerechte psychotherapeutische Versorgung und eine bedarfsgerechte Personalausstattung im stationären Bereich sorgen.

Entgegen der gesetzlich vorgegebenen Frist hatte der G-BA im vergangenen Jahr die erforderliche Anpassung der Minutenwerte unter anderem für die in der Richtlinie genannten ärztlichen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten auf das Jahr 2022 verschoben.

„Leider ist der G-BA unserem Vorschlag nicht gefolgt. Das ist eine schlechte Nachricht für alle Patientinnen und Patienten, die auf eine stationäre psychotherapeutische Behandlung angewiesen sind“, sagte Reinhardt.




Pilze: Verwechslungen können lebensgefährlich sein
Pilze: Verwechslungen können lebensgefährlich sein


Treten nach dem Essen Beschwerden auf, sollte ärztlicher Rat, am besten bei einem Giftinformationszentrum, eingeholt werden

Vergiftungen durch den Verzehr selbst gesammelter Pilze kommen immer wieder vor. In jedem Jahr werden dem BfR durchschnittlich zehn Pilzvergiftungen ärztlich mitgeteilt, die Giftinformationszentren der Länder beantworten über 3.000 Anfragen zu Pilzen pro Jahr. „In Deutschland gibt es sehr giftige Pilze, die den essbaren Exemplaren ähneln. Das kann selbst für Sammlerinnen und Sammler mit - noch begrenzter - Erfahrung gefährlich werden“, sagt Dr. Herbert Desel, Leiter der Fachgruppe Expositionsbewertung von gefährlichen Produkten am BfR. Beliebte heimische Speisepilze sind beispielsweise der Wiesenchampignon oder der Täubling. Immer wieder verwechseln Sammlerinnen und Sammler solche Speisepilze mit dem hochgiftigen grünen Knollenblätterpilz. Die dort enthaltenen Gifte können ein Leberversagen verursachen, daher kann bereits der Verzehr von geringen Mengen tödlich sein. Besonders gefährdet sind Kinder und ältere Menschen. Bei ihnen können auch kleine Mengen giftiger Pilze schwere gesundheitliche Schäden hervorrufen. Die Symptome für Pilzvergiftungen sind vielfältig, häufig - aber nicht bei jedem Pilz - treten zu Beginn ein Unwohlsein, verbunden mit Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf.

Das Gesundheitsrisiko durch die Aufnahme selbst gesammelter giftiger oder unverträglicher Pilze ist verhältnismäßig hoch - immer wieder werden bekömmliche Arten mit giftigen Vertretern verwechselt. Der Grüne Knollenblätterpilz ist der giftigste Pilz in Deutschland: Bereits ein Bruchteil einer üblichen Portion einer Pilzmahlzeit kann für Erwachsene und Kinder zum Tode führen. Rund fünf Prozent aller Pilzvergiftungen gehen auf den Konsum von Grünen Knollenblätterpilzen zurück, die von Juli bis Oktober vor allem in Laubwäldern, aber auch in Parks wachsen. Das BfR schätzt, dass Knollenblätterpilze für mindestens 80 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland ursächlich sind.

Tritt nach einer Pilzmahlzeit Unwohlsein auf, sollte immer ärztlicher Rat eingeholt oder ein Giftinformationszentrum befragt werden.

Verzeichnis der Giftinformationszentren:

    https://www.bfr.bund.de/cm/343/verzeichnis-der-giftinformationszentren.pdf
Auf keinen Fall sollte eine Therapie ohne ärztliche Anweisung erfolgen: Selbst vermeintlich harmlose Maßnahmen wie das Auslösen von Erbrechen können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, wenn beispielsweise Erbrochenes in die tiefen Atemwege gerät. Milch kann die Aufnahme von Gift begünstigen.

Wichtige Informationen für das Erkennen und die medizinische Versorgung von Pilzvergiftungen:

  • Um sich vor Pilzvergiftungen zu schützen, sollten Sie grundsätzlich nur Pilze sammeln und zubereiten, die Sie absolut sicher als Speisepilz erkennen. Pilz-Apps können die Erkennung zwar unterstützen, man sollte sich jedoch keinesfalls allein auf die Identifizierung per App verlassen.
  • Die Pilze müssen bei der Zubereitung frisch sein.
  • Rohe Speisepilze als Salat genossen verursachen oft Unverträglichkeitserscheinungen. Deshalb jede Pilzmahlzeit mindestens 15 Minuten garen.
  • Pilzgerichte können nach kurzzeitiger Aufbewahrung im Kühlschrank ein zweites Mal aufgewärmt werden.
  • In vielen Städten und Regionen gibt es Beratungsstellen oder Personen mit umfassenden und nachgewiesenen Kenntnissen in der Pilzbestimmung. Fragen Sie immer eine Pilzberatung, wenn Sie sich unsicher sind, ob es sich um giftige oder genießbare Pilze handelt. Informationen zu Pilzsachverständigen, die im Vergiftungsfall oder Verdachtsfall bei der Pilzidentifizierung unterstützen, sind auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zu finden (s. u.). Auch die Giftinformationszentren der Länder vermitteln entsprechende Kontakte.
  • Kommt es zu einer Vergiftung, so liefern oft Pilzreste vom Putzen der Pilze oder von der Mahlzeit - unter Umständen auch Erbrochenes - wertvolle Hinweise zur Pilzbestimmung (inklusive Sporenanalyse).
  • Wertvolle Informationen zu Pilzen und Vergiftungsrisiken werden in einem Artikel von „Deutsches  Ärzteblatt“ und auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mykologie angeboten:

    https://www.aerzteblatt.de/archiv/216184/Vergiftungen-durch-Pilze     https://www.dgfm-ev.de